
„Die heute verhängten Strafen zeigen, dass Antifa-Terroristen, welche die Sicherheitskräfte und Bundesgebäude angreifen, mit einer schnellen und unerbittlichen Justiz rechnen müssen“, erklärte der amtierende Justizminister Todd Blanche, der früher Trumps persönlicher Anwalt war. Das Strafmaß gegen acht weitere Demonstranten in Texas wird am 1. Juli erwartet.
Der Anwalt des Hauptangeklagten Benjamin S., Philip Hayes, widersprach dem Justizminister: „Das hier ist nicht ein Haufen Terroristen“, sagte Hayes nach Angaben des Senders PBS. „Das ist eine Gruppe von Kindern und jungen Erwachsenen, die wirklich ein großes Herz haben und deren Stimme wirklich gehört werden sollte.“ Die Demonstranten hätten niemals beabsichtigt, jemanden zu verletzen.
Kritiker werfen Trump vor, das Justizministerium zur Waffe gegen politische Gegner zu machen. Das Verfahren in Texas ist ein Modellfall: Nach Protesten gegen Abschieberazzien in Minneapolis im nördlichen Bundesstaat Minnesota legt die Bundesjustiz 15 weiteren Menschen Verbindungen zur Antifa zur Last.
In Minneapolis waren am Rande der Proteste zu Jahresbeginn zwei Amerikaner durch Vollzugsbeamte getötet worden. Trump geriet dadurch massiv unter Druck und entließ Anfang März Heimatschutzministerin Kristi Noem.
