
In diesem Jahr übertreffen erstmals alle Verbündeten die Untergrenze der Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Im Vorjahr hatten Albanien (1,46 Prozent), Slowenien (1,57 Prozent) und die Tschechische Republik (1,86 Prozent) dieses Ziel zum Teil deutlich verfehlt, wie daraus weiter zu ersehen ist. Das neue Ausgabenziel von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung haben demnach fünf Staaten schon erreicht: Litauen (5,33), Estland (5,1), Lettland (4,92), Polen (4,68) und Griechenland (3,65). Dänemark liegt knapp unter der Schwelle (3,49). Deutschland kommt auf 2,69 Prozent.
Die USA kommen in diesem Jahr auf Gesamtausgaben von 1,03 Billionen Dollar. Alle Europäer und Kanada zusammen erreichen 777 Milliarden Dollar. Damit sind sie noch ein ganzes Stück von dem erklärten Ziel der NATO entfernt, in den Ausgaben mit den USA gleichzuziehen – zumal die Regierung von Donald Trump das Budget drastisch auf 1,5 Billionen Euro erhöhen will.
Aus den neuen Angaben der NATO geht auch hervor, dass schon 17 der 32 Verbündeten das zusätzliche Ziel erreicht haben, weitere 1,5 Prozent für Sicherheit im weiteren Sinne aufzuwenden. Das reicht von Cyberabwehr bis zu Infrastruktur, die militärisch genutzt werden kann. Im Durchschnitt kommen alle Verbündeten auf einen Wert von 2,53 Prozent bei den „harten“ Verteidigungsausgaben und 1,4 Prozent für Sicherheit.
