
Kommunalwahl in Niedersachsen: Hochrechnung sieht CDU vor SPD und AfD
Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ist die CDU am Sonntag laut einer Hochrechnung erneut stärkste Kraft geworden. Der Berechnung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) zufolge kamen die Christdemokraten landesweit auf 27,7 Prozent und lagen damit vor der SPD mit 24,5 Prozent und der drittplatzierten AfD, die bei 16,5 Prozent gesehen wurde. Die Grünen folgten mit 13,6 Prozent. Die Linke lag laut Hochrechnung bei 5,9 Prozent und die FDP kam auf 3,6 Prozent.
In Niedersachsen waren am Sonntag rund 6,3 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl von fast 2200 Kommunalparlamenten sowie zur Direktwahl von rund 400 Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern aufgerufen. Bis zum späteren Abend war landesweit erst ein Teil der Ergebnisse ausgezählt, die Direktwahlen hatten laut Landeswahlleitung Vorrang.
Die Auszählung der Wahlen für Stadträte, Kreistage und andere Gremien begann erst später und sollte aufgrund des komplizierten Wahlrechts mit mehreren Stimmen länger dauern. Mit einem landesweiten Ergebnis, das Aufschluss über die Stärke der Parteien zulässt, rechnete die Landeswahlleitung nach eigenen Angaben erst am frühen Montagmorgen.
Laut Hochrechnung verloren CDU, SPD, Grüne und FDP verglichen mit der Kommunalwahl vor fünf Jahren zwischen 2,3 und 5,5 Prozentpunkte. Die AfD gewinnt dagegen deutlich fast zwölf Prozentpunkte dazu, die Linke legte um etwa drei Prozentpunkte zu. 2021 war die CDU stärkste Kraft knapp vor der SPD geworden, die Grünen folgten auf dem dritten Platz.
