
Nach dem Angriff auf die Synagoge äußerten zahlreiche Vertreter aus Politik und Kirche ihre Solidarität mit der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal. Der rheinische Präses Thorsten Latzel rief dazu auf, Hass und Antisemitismus entgegenzutreten. Es dürfe nicht sein, dass jüdisches Leben und jüdische Einrichtungen in Deutschland nicht sicher seien, schrieb Latzel auf Instagram.
Die Wuppertaler Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) verurteilte die Tat „aufs Schärfste“. Sie sei sehr froh, dass bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden gekommen seien. Zudem betonte sie, dass die Stadt eng an der Seite der Jüdischen Kultusgemeinde mit ihren rund 2000 Mitgliedern stehe.
Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) sagte der jüdischen Gemeinde ihre volle Solidarität zu und bezeichnete die Tat als „feigen Anschlag“. Auf dem Portal X erklärte sie: „Gut, dass die Einsatzkräfte schnell gehandelt und damit vielleicht Schlimmeres verhindert haben.“
„Mit Entsetzen“ reagierte der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein auf den Vorfall. Der Anschlag auf die Synagoge „wenige Tage vor Jom Kippur weckt Erinnerungen an den tödlichen Angriff von Halle 2019“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes, Oded Horowitz. „Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls sowie die Bestrafung des Täters.“
Nach 2014 war es der zweite versuchte Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal. Damals hatten drei palästinensische Männer einen Brandsatz auf den Eingangsbereich der Synagoge geworfen. Das Feuer hatte ebenfalls keinen größeren Schaden angerichtet, auch Menschen wurden nicht verletzt. Das Landgericht Wuppertal verurteilte die drei Täter zu Bewährungsstrafen.
