
Der Europameister rang den WM-Titelverteidiger nach Verlängerung mit 1:0 nieder – Ferran Torres wurde mit seinem Treffer in der 106. Minute zum Matchwinner. Die Argentinier um Superstar Lionel Messi verzeichneten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss, fielen vor allem durch ruppiges Spiel auf. Enzo Fernandez wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem heftigen Foul zum zweiten Mal verwarnt und vom Platz gestellt.
„Das hat für mich mit Fußball nichts zu tun“, resümierte Lothar Matthäus bei „Bild“ zum Spiel der Südamerikaner. „Sie wollten ein 0:0 über die Zeit retten und ins Elfmeterschießen gehen. Es war für mich ein langweiliges Endspiel.“
Dass es nach dem Schlusspfiff auch noch zu einem Handgemenge rund um Argentiniens Leandro Paredes kam, der schon während der Partie nah dran war am Platzverweis, enttäuschte 1990-Weltmeister Matthäus. „Man hat gesehen, dass die Argentinier schlechte Verlierer sind. Ich als großer Fan von Argentinien war nicht nur sportlich enttäuscht, sondern vor allem über ihr Verhalten.“
Auch ZDF-Experte und 2014-Weltmeister Christoph Kramer sagte: „Das darf nicht passieren.“ Er kritisierte grundsätzlich den Auftritt der Argentinier: „Heute und auch schon während des Turniers haben sie den Bogen ein bisschen überspannt.“ In puncto Vorbildfunktion betonte Kramer: „Das WM-Finale gucken unheimlich viele Jugendlich und Kinder. Jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen!“ (dpa)
