
Richter Leon hatte im vergangenen Monat den Stopp des Ballsaal-Baus angeordnet und entschieden, dass für die Bauarbeiten die Zustimmung des Kongresses nötig sei. „Unterirdische Bauarbeiten“ dürfen dem Beschluss des Richters zufolge hingegen fortgesetzt werden, darunter „streng geheime Ausgrabungen, Bunker, Luftschutzräume, Schutzwände, militärische Anlagen sowie Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen“.
Die Arbeiten an dem unterirdischen Bunker könnten fortgesetzt werden, sofern dadurch nicht „die Größe und der Umfang des Ballsaals im oberirdischen Bereich festgelegt werden“, erklärte der Richter. Er betonte, die nationale Sicherheit sei „kein Freibrief für rechtswidrige Handlungen“.
Der Präsident hatte den gesamten Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober überraschend abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Inzwischen gibt der Präsident die Kosten mit 400 Millionen Dollar (340 Millionen Euro) an – das Doppelte des ursprünglich veranschlagten Preises.
Der Ballsaal soll nach dem Willen Trumps mit viel Gold, Marmor, Stuck und üppigen Lüstern ausgestaltet werden. Trump hat dafür nach eigenen Angaben umfangreiche Spenden aus der Privatwirtschaft eingeworben.
Zuletzt gab Trump bekannt, die Armee errichte unter dem Ballsaal einen „gewaltigen Komplex“. Unter dem abgerissenen Ostflügel befand sich seit dem Zweiten Weltkrieg ein Regierungsbunker.
