
Vance: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“
Der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance wies die Vorwürfe aus Teheran zurück und betonte, die Vereinigten Staaten hätten sich an die Vereinbarung zur Waffenruhe gehalten. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, erklärte er auf der Plattform X. Die Revolutionsgarden pochten dagegen darauf, dass das Abkommen Iran die Kontrolle über den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge überlasse. Sollten die USA ihre Angriffe wiederholen, werde die iranische Antwort umfassender ausfallen. Trotz des militärischen Schlagabtauschs zeichnete sich zunächst keine größere Eskalation ab. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr vom Samstag blieb der Hafen der südiranischen Stadt Sirik nach den amerikanischen Angriffen unbeschädigt. Einem örtlichen Vertreter zufolge ist die Lage dort normal.
Ungeachtet der Spannungen am Golf gab es an anderer Stelle Anzeichen für eine Entspannung in dem seit vier Monaten andauernden Konflikt. Israel und Libanon unterzeichneten ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung der Kämpfe zwischen den israelischen Streitkräften und der von Iran unterstützten Hizbullah-Miliz. Beide Seiten bezeichneten die Vereinbarung als einen ersten Schritt, der die Entwaffnung der Hizbullah und den Abzug der israelischen Truppen aus Libanon vorsehe. Es blieb jedoch unklar, wie dies durchgesetzt werden soll. Die Hizbullah erklärte, sie werde nicht kooperieren.
