
Libanon: Sieben Menschen bei israelischen Luftangriffen getötet
Bei abermaligen israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. In Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.
Laut libanesischen Sicherheitskreisen überwachen israelische Bodentruppen einen strategisch wichtigen Hügel nahe der Stadt Nabatija genau, auch wenn sie dort noch nicht die Kontrolle übernommen haben. Die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz soll hier mehrere Tunnel und Höhlen nutzen, wo sich auch Hizbullah-Kämpfer und Kommandeure von Irans Revolutionsgarde verstecken sollen.
Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete dagegen, Israels Armee kontrolliere das Gebiet bereits. Dort befinde sich eine befestigte unterirdische Anlage, die mit iranischer Unterstützung errichtet wurde und als eines der wichtigsten Kommando- und Kontrollzentren der Hizbullah im Südlibanon gelte. Dutzende Hizbullah-Kämpfer seien dort eingeschlossen.
Die Hizbullah wies diese Darstellung gegenüber dem Nachrichtenkanal „Al Jazeera“ als falsch zurück. Solche Darstellungen seien nur dazu gedacht, die Moral israelischer Truppen zu stärken, nachdem diese es nicht geschafft hätten, den Hügel einzunehmen.
In dieser Region hatte Israel vor rund drei Wochen bereits die wichtige und historische Burg Beaufort eingenommen. Seit Wochen kommt es in dem Gebiet zu Gefechten der Armee mit der Hisbollah-Miliz. Zuletzt wurden dort auch vier israelische Soldaten bei einem Angriff auf ihren Panzer getötet. Israel wirft der Hisbollah zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vor, die von Iran und den Vereinigten Staaten vereinbart worden war.
