
Iran, welches seinererseits die Straße von Hormus weitgehend geschlossen hält, hatte ebenfalls am Donnerstag jede Verantwortung für das Verhalten der Huthis zurückgewiesen. Die Miliz „nimmt keine Anweisungen von uns entgegen“, sagte Präsident Massud Peseschkian dem US-Sender Fox News. Es gebe keine „systematische Beziehung“ mit den Huthis.
Wegen der jüngsten Huthi-Angriffe kamen nach türkischen Angaben am Freitag auch die Armeechefs des sogenannten Mekka-Verteidigungsabkommens zwischen Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei zusammen, um darüber zu beraten, wie die Verteidigung des Königreichs verstärkt werden könnte. Ankara veröffentlichte gemeinsame Fotos der drei Militärs, ohne indes mitzuteilen, wo sie aufgenommen wurden. Das Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass der türkische Generalstabschef nach Saudi-Arabien reisen würde, um an dem Treffen teilzunehmen.
UN-Flüchtlingskommissar Barham Salih nannte die jüngste Eskalation im Jemen-Konflikt „höchst besorgniserregend“. Die Zivilbevölkerung trage weiterhin die Hauptlast. „Zehntausende Menschen sind vertrieben worden. Tausende fliehen vor dem Konflikt und suchen Zuflucht in Dschibuti und anderen Regionen“, sagte Salih.
