
Nach Einschlag auf Hochzeitsfeier: Iran wirft USA Kriegsverbrechen vor
Nach einem tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier in Iran hat das Außenministerium in Teheran den USA Kriegsverbrechen vorgeworfen. Außenamtssprecher Ismail Baghai bezeichnete den Vorfall an der iranischen Südküste auf X als „verzweifelten Versuch“ der USA, ihr Scheitern im Krieg zu verbergen. Er teilte ein Video, das den Ort des Angriffs zeigen soll.
Bereits in der Nacht hatte Irans Außenministerium eine Reaktion auf die Bombardierung in Kuhestak nahe der Küstenstadt Sirik angedroht. „Diejenigen, die heute schweigen, werden morgen selbst nicht vor den Folgen dieses Schweigens sicher sein“, hieß es in der Erklärung.
Bei dem Raketeneinschlag auf die Hochzeitsfeier kamen nach iranischen Angaben vier Menschen ums Leben. Fast 70 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Am Dienstagabend hatten iranische Medien kurz vor Mitternacht (Ortszeit) über den Vorfall berichtet und Bilder verbreitet, die ein zerstörtes Gebäude sowie Verletzte und Tote zeigten.
Auch der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Angriff. In einem Brief an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag forderte er eine Untersuchung, wie die Hilfsorganisation mitteilte.
