
Den Opfern stünden mittel- und langfristig je nach individueller Situation und Bedarf weitere Leistungen aus anderen Töpfen zu. Das könnten etwa Entschädigungszahlungen, die Finanzierung von Umschulungen, Renten oder Versicherungsleistungen sein. Auch hier bietet Weber praktische Hilfe an, um solche Ansprüche geltend zu machen.
Weber nimmt aber auch eine andere Gruppe mit womöglich seelischen Wunden in den Blick. „Es gibt Augenzeugen, Menschen, die in der Nähe eines Anschlags waren, und die laufen oft weg“, schilderte er. „Manchen geht es bald wieder gut, die stecken das weg und verkraften das. Andere nicht. Diese Gruppe ist am schwersten zu erreichen.”
Betroffene des Anschlags, insbesondere Hinterbliebene, Verletzte und deren Angehörige, Augenzeugen oder Menschen, die am Tatort spontan erste Hilfe geleistet haben, können sich mit allen Anliegen an die kostenfreie Hotline des Opferbeauftragten 0800 0009546 wenden (aus dem Ausland: +49 30 18 580 – 8050).
Bei dem Terroranschlag am Samstag im Berliner Tiergarten hatte der 21-jährige Attentäter mit einem Auto mehrere Passanten angefahren, bevor er – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, darunter 7 schwer. Der Islamist wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen, nachdem sie ihn in einer Gartenkolonie gestellt hatten.
