Ecuadors Oberster Gerichtshof hat den früheren Präsidenten Lenín Moreno wegen Bestechlichkeit zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden. Moreno muss deshalb zunächst nicht ins Gefängnis.

Das Gericht teilte mit, Moreno habe als Vizepräsident zugunsten des chinesischen Konzerns Sinohydro in die Vergabe und Finanzierung des Wasserkraftwerks Coca Codo Sinclair eingegriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flossen in diesem Zusammenhang 76,1 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern. Mehr als 1,1 Millionen US-Dollar gingen demnach an Mitglieder von Morenos Familie.

Moreno war von 2007 bis 2013 Vizepräsident unter dem damaligen Präsidenten Rafael Correa. Von 2017 bis 2021 war er selbst Staatsoberhaupt. Er weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert.

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