
Die Fußball-Frauen der Frankfurter Eintracht sind ihrem ersten Ziel in neuer Zusammensetzung einen Schritt näher gekommen. Das Team von Trainer Niko Arnautis setzte sich im eigenen Stadion 2:0 gegen Malmö FF durch und gewann damit das sogenannte „Mini-Turnier“ der Europäischen Fußball-Union.
Durch den Erfolg erreichte der Bundesligadritte der vergangenen Saison die K.-o.-Runde, die der im Spätsommer beginnenden Ligaphase der Königsklasse vorgeschaltet ist. Ein weiterer Play-off-Sieg ist für die Auswahl der SGE notwendig, um sich für die Veranstaltung im Kreis der Branchenbesten zu qualifizieren, die dann im Herbst beginnt. Am 26. August und 2. September geht es im Hin- und Rückspiel um den Einzug in den bedeutendsten Klubwettbewerb. Der Gegner ist noch offen.
Das Verfahren zieht sich
Beide Treffer zum Sieg gegen die Schwedinnen erzielte am Samstagabend Laura Freigang (39. und 76. Minute). Anschließend äußerte sich die Kapitänin der Eintracht erstmals öffentlich zu den Dopingermittlungen gegen sie. „Das ist alles noch nicht abgeschlossen und alles noch nicht bestätigt, deshalb ist es eine offene Situation“, sagte die Stürmerin in einem Interview des Hessischen Rundfunks.
Die 28-Jährige soll innerhalb von zwölf Monaten drei Dopingtests verpasst haben, weshalb der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) seit Anfang Juni gegen sie ermittelt. Solange das Verfahren nicht abgeschlossen ist, darf die 44-malige Nationalspielerin weiter am Spielbetrieb teilnehmen. „Das ist natürlich nicht einfach, aber mir geht es gut. Ich habe ein gutes Umfeld und bin guter Hoffnung und guter Dinge, dass alles gut ausgeht“, sagte Freigang. Sie sei dankbar „für die ganze Unterstützung. Ich bekomme sehr viel positiven Zuspruch.“
Zu dem Fall selbst äußerte sie sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht. Zu ihrer Leistung sagte Freigang: „Ich bin glücklich, dass ich Tore geschossen habe. Das macht immer Spaß.“ Von Arnautis hatte sie in der vergangenen Woche demonstrativ Zuspruch erhalten. „Es ist ein Thema, das nachvollziehbarerweise Neugier weckt, aber für uns ist es kein Thema“, sagte der Coach, „wir wissen, sie ist da und sie spielt. Wichtig ist, dass sie gut damit umgeht, und das tut sie.“ Die erste Bundesligapartie bestreiten die Frankfurterinnen am 22. August gegen den 1. FC Köln (12 Uhr).
