Die AfD stellt im Landtag von Sachsen-Anhalt auch einen Vizepräsidenten. Nach der Wahl des AfD-Abgeordneten Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten wurde dessen Fraktionskollege Hans-Thomas Tillschneider zu einem seiner Stellvertreter gewählt. Tillschneider bekam 44 Stimmen – fünf Stimmen mehr als die AfD hat.
CDU-Fraktionschef Sven Schulze schloss aus, dass CDU-Abgeordnete für Tillschneider gestimmt haben könnten: »Es gab aus der CDU keine Stimmen für ihn«, sagte er dem MDR.
Der als AfD-Rechtsaußen geltende Tillschneider sitzt seit 2016 für die AfD im Landtag, in der Partei ist er seit 2013. Auf ihn geht maßgeblich das Regierungsprogramm der AfD für eine mögliche Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt zurück, in dem unter anderem eine »Abschiebe- und Remigrationsoffensive« angekündigt wird. Der Islamwissenschaftler ist zudem stellvertretender Landes- und Fraktionsvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt.
In der Vergangenheit hatte Tillschneider immer wieder mit Provokationen für Aufsehen im Magdeburger Parlament gesorgt. Auch seine Nähe zu Russland rief Kritik hervor.
