Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat einen Gastbeitrag des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zurückgezogen. Die Zeitung teilte mit, dass die thüringische Staatskanzlei auf die Frage, ob der Gastbeitrag mit Künstlicher Intelligenz erstellt worden sei, lediglich mit allgemeinen Hinweisen geantwortet habe. In der von der FAZ veröffentlichten Antwort steht etwa, dass der Einsatz von KI im Jahr 2026 zum Arbeitsalltag moderner Organisationen gehöre und auch die Staatskanzlei KI-Anwendungen »unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen« einsetze.
Weil die Einlassung als Antwort nicht reiche, habe man den Gastbeitrag depubliziert und aus dem Archiv genommen. Es gehöre zu den Grundsätzen der FAZ, keine Originalbeiträge mit von KI generiertem Text zu veröffentlichen, wenn die KI-Generierung nicht der eigentliche Sinn des Beitrags sei. »Bei Gastbeiträgen verlassen wir uns darauf, dass sie menschengemacht sind und indirekte und direkte Zitate stimmen.« Der Gastbeitrag zur Debatte um Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche war am 13. August erschienen.
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