Die USA haben weitere Sanktionen gegen Kuba verhängt. Wie das US-Außenministerium mitteilte, richten sich die neuen Strafmaßnahmen unter anderem gegen das kubanische Bauministerium sowie mehrere Staatsunternehmen aus dem Metall- und Bergbausektor. Zudem wurden drei hochrangige Vertreter des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (Icap) auf die Sanktionsliste gesetzt.
Zu den sanktionierten Personen zählt Icap-Präsident Fernando González Llort, der in den USA wegen Spionage verurteilt worden war und dort eine 15-jährige Haftstrafe verbüßte. Nach seiner Rückkehr nach Kuba habe er durch seine Arbeit für das Institut »seine Bemühungen zur Destabilisierung der Vereinigten Staaten fortgesetzt«, teilte das US-Außenministerium mit.
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf US-Außenminister Marco Rubio vor, weiterhin kubanische Unternehmen zu bestrafen, »um unserer Wirtschaft zu schaden und die kubanische Regierung daran zu hindern, der Bevölkerung grundlegende Dienstleistungen bereitzustellen«.
Kuba steckt in schwerer Wirtschaftskrise
US-Präsident Donald Trump hat den wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf die kommunistische Führung in Kuba in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Im Juli hatten die USA zuletzt mehrere staatliche Handelsunternehmen und das Tourismusministerium sanktioniert.
Die USA unterhalten seit 1962 ein Embargo gegen den kommunistisch regierten Inselstaat und haben in diesem Jahr die Versorgung Kubas mit Öl weitgehend blockiert. Kuba steckt nicht zuletzt wegen der US-Sanktionen in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Insel mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.
