Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zu einem möglichen Ende des Kriegs gegen die Ukraine geäußert und direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj in Aussicht gestellt. Bei einer Pressekonferenz in Moskau sagte Putin, der Konflikt »neigt sich dem Ende zu«, zugleich sei »es nach wie vor eine ernste Angelegenheit«.
Ihm sei mitgeteilt worden, dass Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei, sagte Putin. Wer sich mit ihm treffen wolle, müsse nach Moskau kommen. Bedingung für ein Treffen in einem Drittland sei, dass zuvor eine langfristige, belastbare Friedensvereinbarung erzielt worden sei. Selenskyj schließt eine Reise nach Moskau aus.
Putin wünscht sich Schröder als Vermittler
Berichte über eine persönliche Botschaft Selenskyjs, die der slowakische Regierungschef Robert Fico nach Moskau überbracht haben wollte, wies Putin zurück. »Es gab keine persönliche Botschaft«, sagte er. Fico habe von Selenskyjs Gesprächsbereitschaft berichtet, »aber das hören wir nicht zum ersten Mal«.
Weiter sagte Putin, dass eine friedliche
Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. »Aber wenn
jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.« Als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der EU brachte er den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Gespräch. »Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen«, sagte er. Schröder und Putin gelten als enge Freunde.
Dreitägige Waffenruhe in Kraft
Schröder war bereits kurz nach Kriegsbeginn als Vermittler aktiv und führte im März 2022 in Moskau ein mehrstündiges Gespräch mit Putin, um für ein rasches Ende des Kriegs einzutreten. Nach Angaben des damaligen ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk handelte Schröder auf eigene Initiative.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitagabend eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine verkündet, die am Samstag in Kraft trat. Trump kündigte zudem den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen zwischen der Ukraine und Russland an.
