US-Präsident Donald Trump hat die iranische Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als »völlig inakzeptabel« kritisiert. »Ich habe gerade die Antwort der sogenannten ›Vertreter‹ des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht«, schrieb er auf seiner Plattform. Zuvor hatte Pakistan die iranische Antwort an die Vereinigten Staaten übermittelt.
Trump machte keine Details des Papiers öffentlich. Der Staatssender Irib berichtete jedoch, der vom Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen auch im Libanon sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim fordern iranische Unterhändler eine Aussetzung von Sanktionen auf den Verkauf iranischen Öls.
Die iranische Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, sie prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Medienberichten zufolge soll damit auch eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
Lage in Straße von Hormus weiter angespannt
Trotz der diplomatischen Spannungen konnte zuletzt erstmals seit Beginn des Irankrieges ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar unbehelligt die Straße von Hormus passieren. Das Schiff war auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten der Analysefirma Kpler hervorging. Zudem fuhr ein unter der Flagge Panamas fahrender Frachter auf einer von den iranischen Streitkräften ausgewiesenen Route durch die Wasserstraße.
Die Sicherheitslage in der Region bleibt jedoch fragil. Am Sonntag meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait den Abschuss oder das Eindringen von Drohnen in ihren Luftraum. Zuvor hatten sich beide Kriegsparteien gegenseitig Vestößte gegen die Waffenruhe vorgeworfen.
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