Mindestens 17 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen (KV) haben einem Medienbericht zufolge mindestens 170 Millionen Euro mit Investitionen in Immobilienfonds verloren. Die Fonds gerieten laut dem Bericht später in Schieflage und verloren mutmaßlich den größten Teil der Beitragsgelder. Das berichteten NDR, WDR und die Süddeutsche Zeitung.
Zu den Anlegern gehörten demnach unter anderem die KKH, die Pronova BKK, die AOK Bremen und die Siemens BKK. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen in Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und Westfalen-Lippe sollen investiert haben. Die tatsächliche Summe könnte laut den Recherchen noch höher liegen, da mehrere Kassen und Kassenärztliche Vereinigungen keine konkreten Angaben zu ihren Investments gemacht hätten.
Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen dürfen das Geld ihrer Beitragszahler nur besonders risikoarm anlegen. Fraglich sei, ob das bei diesen Investments zutreffe, führen NDR, WDR und SZ aus. Die Fonds investierten dem Bericht zufolge über eine komplizierte Struktur in riskante Immobiliengeschäfte und versprachen Renditen von bis zu sieben Prozent. Die betroffenen Kassen und KVen verklagten die beteiligten Finanzinstitute demnach auf Schadensersatz. Ihr Anwalt habe den Instituten vorgeworfen, die Anleger vorsätzlich getäuscht zu haben. Die beteiligte Bank wies den Vorwurf zurück.
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