Vor einigen Monaten las ich von der Lebensgeschichte eines der berühmtesten Italiener aller Zeiten, Giacomo Casanova. Genau: der Liebhaber. Unzählige Frauen soll er verführt haben, was im 18. Jahrhundert im katholischen Italien allerhöchstens geduldet wurde, wenn man der gehobenen Gesellschaft angehörte. Jedenfalls hat Casanova eine glückliche Episode in Polen verbracht, in Warschau. Dort soll er ein sehr gutes Leben gelebt haben, mit Theaterbesuchen, kulinarischen Freuden, direktem Zugang zum polnischen König. Er sei in Warschau ein bisschen zur Ruhe gekommen, las ich. Die Zahl seiner Liebschaften habe er deutlich heruntergefahren.
