Ende Juli sind über 70.000 Menschen aus Nordafrika über das Meer oder den Landweg in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Für viele endete dieser Weg tödlich: Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 140 Toten aus. Die meisten Migranten sind inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Laut spanischen Behörden halten sich jedoch immer noch 3.000 bis 6.000 Menschen in Ceuta auf, darunter mindestens 1.200 unbegleitete Kinder und Jugendliche. Laut der UN-Kinderrechtskonvention stehen Minderjährige unter besonderem Schutz. Sie dürfen nur in ihre Herkunftsländer zurückgewiesen werden, wenn dort eine angemessene Betreuung durch ihre Familie oder eine Einrichtung sichergestellt ist. Andernfalls ist es Spaniens Verantwortung, sich bis zur Volljährigkeit um sie zu kümmern. Warum befinden sich noch so viele junge Menschen in Ceuta? Und wie soll es mit ihnen weitergehen? Julia Macher war für die ZEIT vor Ort und beantwortet diese Fragen im Podcast.
Die Bundesregierung plant höhere Verteidigungsausgaben. Bundeskanzler Friedrich Merz machte die Prioritätensetzung kürzlich beim Nato-Gipfel in Ankara deutlich: »Der beste Wohlfahrtsstaat taugt nichts, wenn die Menschen nicht in Frieden und Freiheit leben können.« Das spiegelt sich auch im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr wider: 110 Milliarden Euro soll der Bund für Verteidigung ausgeben, zusätzlich zum Bundeswehr-Sondervermögen. In den kommenden vier Jahren ist es geplant, insgesamt sogar 607 Milliarden Euro in die Verteidigung zu investieren. Gleichzeitig sollen im nächsten Jahr etwa drei Milliarden Euro bei der Rentenversicherung und fast zwei Milliarden Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung gespart werden. Im Podcast erklärt Politikredakteurin Anastasia Tikhomirova, was das für Folgen haben kann und warum sie das für gefährlich hält.
Und sonst so? Kommunikation durch Pfeifen in Mexiko
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Matthias Peer und Maximilian Renzikowski
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