Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat erneut mehrere Waffentests beaufsichtigt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA nahm Kim bereits am Freitag an Tests zum Abfeuern von Marschflugkörpern sowie zum Einsatz von »Mitteln der elektronischen Kriegsführung« von Bord des Marinezerstörer Kang Kon teil.

Auf Bildern der Nachrichtenagentur KCNA ist Kim zu sehen ist, wie er die Tests von einem
Beobachtungspunkt an der Küste aus umgeben von Funktionären verfolgt. Nach dem
Waffentest vom Freitag ordnete Kim laut KCNA an,
die Probephase des Zerstörers abzuschließen und das Schiff binnen zwei Monaten
in den Dienst der Marine zu stellen.

Waffentests sorgten für weltweite Besorgnis

Die Kang Kon war bei ihrem feierlichen Stapellauf im Mai vergangenen Jahres
vor Kims Augen ins
Wasser gekippt und teilweise gekentert. Kim machte damals »absolute
Nachlässigkeit« und »Verantwortungslosigkeit« für den Unfall
verantwortlich und ordnete an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Erst vor zwei Wochen teilte Kim anlässlich einer Zeremonie zur
Einweihung eines anderen atomwaffenfähigen Kriegsschiffs mit, er wolle Nordkoreas Marine
mit Atomwaffen ausstatten und neue 10.000-Tonnen-Kriegsschiffe bauen
lassen. 

Trotz internationaler Sanktionen treibt Nordkorea sein Atomwaffen- und
Raketenprogramm weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status
als Atommacht auch in seiner Verfassung. In den vergangenen Monaten hat Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst. Es absolviert seit Anfang 2022 immer wieder Raktentests im Seegrenzgebiet zu Südkorea. Nordkorea wird seit 2011 von Kim Jong Un regiert. Nordkorea gilt als sehr restriktives und isoliertes politisches System.