
Kanada hat Fisch und Meeresfrüchte aus den USA von seiner Liste der geplanten Gegenzölle auf Produkte aus dem Nachbarland gestrichen. Diese Anpassungen seien „aufgrund von Rückmeldungen“ vorgenommen worden, erklärte das kanadische Finanzministerium am Donnerstag.
„Wir arbeiten kontinuierlich mit kanadischen Branchen zusammen, um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu bewerten, wobei der Schwerpunkt vor allem auf den Branchen liegt, die von den US-Zöllen betroffen sind“, hieß es.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war am Wochenende nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. In der Nacht zu Samstag traten US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf viele Produkte aus Kanada in Kraft.
Alaska und Maine im Fokus
Am Dienstag verkündete die kanadische Regierung daraufhin Gegenzölle in Höhe von 15 bis 50 Prozent auf eine Reihe von US-Waren, die am 8. September in Kraft treten sollen.
Die kanadischen Importaufschläge auf Meeresfrüchte und Fisch hätten US-Bundesstaaten wie Alaska und Maine vor der US-Kongresswahl im November getroffen. Wählerinnen und Wähler in den USA leiden bereits unter seit dem Irankrieg gestiegenen Spritpreisen, auch schlagen sich die von US-Präsident Donald Trump eingesetzten Zölle in der Wirtschaft nieder.
