
Zuerst Tanit Koch für den Norddeutschen, nun Julia Ruhs für den Bayerischen Rundfunk: Das Magazin „Klar“ ist in die zweite Runde gestartet. Bei Tanit Koch ging es um die zunehmende Gewalt gegen Polizisten, Julia Ruhs beschäftigt sich mit der wachsenden Gefahr durch Islamisten. Das sind zwei Themen von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz, mit denen sich zu beschäftigen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Das ist es jedoch leider nicht, wie der linksideologisch verblasene interne Mobbingsturm beim NDR gegen Julia Ruhs und die Redaktion von „Klar“ im vergangenen Jahr zeigte. Das Magazin hatte sich unerhörterweise mit dem Thema Kriminalität durch Zuwanderung befasst. Das Ende ist bekannt: Die Sendung gibt es weiter, als Moderatorin wurde Julia Ruhs beim NDR jedoch abgesägt, für sie kam Tanit Koch, die „Klar“-Ausgaben des BR präsentiert Julia Ruhs weiterhin.
Der Hermannplatz in Berlin-Neukölln bildet die „Trennlinie“
Mit der ehemaligen Verfassungsschützerin Gülden Hennemann, die für den „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ des Bundesinnenministeriums wirkt, geht Julia Ruhs durch Neukölln und lässt sich erklären, warum der Hermannplatz eine „Trennlinie“ darstellt – zwischen einem Bereich, in dem die Gesetze der Bundesrepublik gelten, und einem, in dem Leute den Ton angeben, denen die Scharia als der alleinige Maßstab gilt. Anzeichen dafür finden sich in einem Geschäft mit entsprechender, islamistisch-ideologischer Lektüre und Devotionalien, die das Terrormassaker vom 7. Oktober verherrlichen. Halal-Lebensmittel haben Islamisten als Geschäftsfeld für sich entdeckt. An der Elbe-Schule – einer Grundschule – üben Kinder Druck auf andere aus, während des Ramadan zu fasten. Der aus Syrien stammende Sami Alkomi von der Initiative „Demokratielotsen“ sammelt O-Töne bei jungen Männern ein, die davon sprechen, dass junge Frauen, die unverheiratet mit einem Mann zusammenleben, mit 99 Peitschenhieben zu bestrafen und „Ehebrecher“ zu steinigen seien.
Ein Bonner Realschullehrer, der in seinem Unterricht für religiöse Toleranz warb, fand an der Schultafel den Satz geschrieben: „Auch Dich kriegt der IS!“ Eine junge Frau, die mit einem IS-Kämpfer verheiratet wurde, berichtet von der Gewalt, der sie ausgesetzt war, und dass ein „Scharia-Richter“ befand, sie habe sich ihrem Mann zu fügen. Einen islamistischen Influencer versucht das Team von „Klar“ zu seinen frauenfeindlichen Beiträgen zu befragen, doch der winkt nur ab. Ein überlebendes Opfer des islamistischen Anschlags auf eine Verdi-Demonstration in München im Februar vor einem Jahr, bei dem eine – muslimische – Frau und ihr Kind getötet wurden, berichtet von den traumatischen Folgen des Attentats. Der Täter, ein Afghane, steht zurzeit vor Gericht.
„Hat der Staat den Einfluss von religiösem Fundamentalismus ausreichend im Blick?“ fragt die Sendung. Wohl kaum denkt man sich am Ende des nur halbstündigen Magazins, zumal wenn Gülden Hennemann beklagt, wie wenig Schutz Frauen, die sich aus dem Dunstkreis der Islamisten befreien wollen, zuteil wird. So kann und sollte öffentlich-rechtliche Informationsgebung aussehen und nicht wie das Gekasper von „Reschke Fernsehen“ oder Böhmermanns „ZDF Magazin Royale“.
Klar: Wo Islamisten Deutschland unterwandern läuft am Mittwoch um 22 Uhr im BR Fernsehen, in der ARD-Mediathek und auf den Youtube-Kanälen von BR24 und NDR Doku.
