Nach vorläufigen Erkenntnissen der EU-Kommission bieten Facebook und Instagram Kindern keinen ausreichenden Schutz vor den Risiken, die von den Onlineplattformen ausgehen. Meta verstoße damit gegen das Gesetz über Digitale Dienste, teilte die Kommission mit. Sie fordert, dass die Dienste das in ihren Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren konsequent überprüfen und durchsetzen. Andernfalls drohen Meta laut einer Mitteilung spürbare Sanktionen.
»Allgemeine Geschäftsbedingungen dürfen nicht bloß eine schriftliche Erklärung sein, sondern müssen die Grundlage für konkrete Maßnahmen zum Schutz der Nutzer bilden – einschließlich von Kindern«, sagte EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen. Der US-Konzern soll nun strengere Alterskontrollen einführen.
Der US-Konzern hat die Möglichkeit, auf die Vorwürfe der EU-Kommission zu reagieren. Bleibt die Behörde in Brüssel anschließend bei ihrer Einschätzung, droht Meta ein Bußgeld in Höhe von maximal sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die Kommission kann außerdem täglich fällige Bußgelder verlangen, bis die Plattformen einlenken.
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