Erst ein Feuerwehrwagen. Dann der ein oder andere laute Bus. Gehupt wird selbstverständlich auch. Es ist New York. Es ist hektisch, kompliziert, manchmal aggressiv. Der Lauteste setzt sich auf diesen Straßen am Ende meistens durch. Und damit steht der deutsche Außenminister Johann Wadephul ziemlich richtig an diesem sonnigen Morgen an der United Nations Plaza Ecke E 48th St.

Nicht, weil Wadephul besonders laut wäre – oft ist er über den Straßenlärm kaum zu hören –, sondern weil diese Szene ein wenig an die aktuelle Weltlage erinnert. In der sich die Krisen und Kriege ständig gegenseitig überholen und die US-Regierung ein Zeitalter von Stärke und Gewalt ausgerufen hat. Es ist eine Welt, in der Deutschland und Europa um ihre Plätze kämpfen. Und in der die Vereinten Nationen, deren Hauptsitz hinter dem Außenminister in den Himmel ragt, um ihre Berechtigung ringen.