Die USA und der Iran haben sich nach Angaben ihres Vermittlers Pakistan auf ein Abkommen geeinigt. Es sei ein »Friedensabkommen« zwischen beiden Seiten erreicht worden, teilte Pakistans Premierminister Shebahz Sharif auf X mit. Es soll am kommenden Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden.
US-Präsident Donald Trump bestätigte die Einigung. Das Abkommen mit dem Iran sei »nun vollständig«, schrieb er auf seiner Onlineplattform. Zugleich kündigte er an, die Straße von Hormus werde »gebührenfrei« geöffnet, und ordnete die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade an. »Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!«, schrieb Trump.
Nach Darstellung des pakistanischen Premierministers erklärten sich beide Seiten dazu bereit, die militärischen Operationen »an allen Fronten« unverzüglich und dauerhaft einzustellen. Dazu zähle auch der Libanon. Weder vom Iran noch von Israel, dem Libanon oder der Hisbollah lag zunächst eine Stellungnahme vor.
Die genauen Bedingungen des Abkommens waren zunächst nicht bekannt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass der Entwurf die Öffnung der Straße von Hormus, ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen und eine Verlängerung der Waffenruhe vorsehe. Das iranische Atomprogramm solle in einer anschließenden Verhandlungsphase von 60 Tagen geregelt werden.
Ein hoher iranischer Vertreter nannte zudem die Freigabe von 25 Milliarden US-Dollar eingefrorener iranischer Vermögen, im Gegenzug wolle der Iran keine Atomwaffen herstellen oder erwerben und bis zu einem endgültigen Abkommen den nuklearen Status quo wahren.
Treffen in dieser Woche geplant
Die Einigung kam zustande, obwohl Israel am Sonntagmorgen einen Vorort von Beirut angegriffen hatte. Sowohl Trump als auch die iranischen Verhandlungsführer kritisierten den Angriff. Israel war nach eigenen Angaben nicht Partei des geplanten Abkommens.
Nach Angaben Sharifs werden die Vermittler in dieser Woche eine Reihe
von Treffen organisieren. Die Gespräche sollten vor der Umsetzung die
»Grundlage für die technischen Verhandlungen und die offizielle
Unterzeichnung« legen. Sharif dankte den USA und dem Iran für ihr
Bekenntnis zu einer diplomatischen Lösung und würdigte zudem Katar,
Saudi-Arabien und die Türkei für ihre Beiträge zu der Einigung.
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