Die USA und der Iran sollen sich auf einen finalen Text für ein Friedensabkommen geeinigt haben. Das teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Man sei dem Frieden noch nie so nahe gewesen wie jetzt. Man arbeite jetzt daran, »die nächsten Schritte zu finalisieren«. Pakistan agiert in dem Konflikt als Vermittler.
Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor gesagt, dass ein »Islamabad-Memorandum of Understanding« zur Beilegung des US-israelischen Krieges gegen den Iran »noch nie so nah« gewesen sei.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs geschürt. Er verkündete am Donnerstagabend einen angeblichen Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Iran. Es sei »eine großartige Einigung« erzielt worden, die dazu führe, dass der Iran »nie« eine Atomwaffe haben werde, sagte Trump. Ein Abschluss werde »wahrscheinlich« in den nächsten Tagen unterzeichnet und »vielleicht« geschehe dies in Europa. Zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran sagte der US-Präsident ab.
Ziel sei es, einen Text bis zum morgigen Samstag fertigzustellen, den US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf unterschreiben sollen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen nicht näher bezeichneten westlichen Insider. Als wahrscheinlichster Ort für ein Treffen gelte das schweizerische Genf.
Verschiedene Aussagen über Bedingungen einer Einigung
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete, dass ein angeblicher Entwurf für eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran eine Aufhebung von US-Sanktionen und die Öffnung der Straße von Hormus beinhalte. Die Absichtserklärung sehe zudem den Abzug von US-Streitkräften aus der Region um den Iran sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen vor. Darüber hinaus sollen die Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie aufgehoben und eingefrorene Gelder der Islamischen Republik freigegeben werden.
Eine solche Erklärung würde weitgehend die Forderungen des iranischen Regimes erfüllen, das auch darauf beharrt, dass die Kämpfe im Libanon eingestellt werden, wo die israelische Armee gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Nach Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz lehnt Israel einen Rückzug aus dem Libanon ab.
Trump warf dem Iran Lügen und Fake-News über die Bedingungen der Einigung
vor. Die Äußerungen des Iran zu einem Abkommen mit den Vereinigten
Staaten würden nicht dem entsprechen, was schriftlich vereinbart worden
sei, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seinem Onlinedienst. »Was sie
sagen, einschließlich ihrer schwachen und erbärmlichen Aussage über
eine angebliche Einigung, hat nichts mit der Wahrheit zu tun. Es ist
äußerst unehrenhaft, mit solchen Leuten Geschäfte zu machen. Bei ihnen
gibt es so etwas wie ehrliches Handeln nicht. Unglaublich!«
