Erstmals seit Beginn der Waffenruhe zwischen der USA und dem Iran ist es in der Straße von Hormus zu wechselseitigen Angriffen gekommen. Bei der Eskalation soll der Iran mehrere Schiffe angegriffen und einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Brand gesetzt haben, die USA wollen iranische Boote getroffen haben. Über den genauen Verlauf der Kampfhandlungen widersprechen sich die Angaben.
Nachdem die USA im Laufe des Montags mit zwei Kriegsschiffen durch die Straße von Hormus gefahren war und dabei im Rahmen der neuen »Operation Freedom« US-Handelsschiffen die Passage ermöglichen wollte, schoss der Iran Raketen und Drohnen auf die Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei kam es in der Hafenstadt Fudschaira zu einem Großbrand in einer Ölraffinerie. Fudschaira ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirates. Außerdem fing das Militär der Emirate mindestens drei iranische Raketen ab. Eine weitere Rakete sei im Meer niedergegangen.
Laut der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO wurden zudem zwei Schiffe vor der Küste der Emirate getroffen. Der dortige Ölkonzern ADNOC bestätigte einen Drohnenangriff auf einen leeren Tanker.
Trump droht Iran mit Vernichtung
Der Iran bestätigten den Angriff auf Fudschaira. Er sei zunächst nicht geplant gewesen, sagte ein namentlich nicht genannter Militärvertreter dem staatlichen iranischen Rundfunk. Als Begründung nannte er eine »illegale Passage« von US-Kriegsschiffen durch die Straße von Hormus.
Das US-Militär teilte mit, dass sechs kleine iranische Boote und mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört worden seien. US-Präsident Donald Trump schrieb online von sieben Schiffen. Trump schrieb zur Begründung, der Iran habe einige in dem Krieg unbeteiligte Nationen angegriffen – darunter ein südkoreanisches Frachtschiff. Er drohte dem Iran mit Vernichtung, falls
das Land US-Schiffe in der Straße von Hormus angreife. In diesem Fall
werde der Iran »von der Erde gefegt«, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News.
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