Die
deutsche Industrie hat im Mai nach einem Rückgang im Vormonat wieder
mehr Aufträge erhalten. Das Neugeschäft wuchs um 1,9 Prozent im
Vergleich zum April, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Der Nahost-Krieg, höhere Preise
für Öl und Gas sowie die einhergehende Unsicherheit hatten zuvor die
Nachfrage gedämpft.
Der Anstieg ist den Angaben zufolge in erster Linie auf Großaufträge im sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen, die in der Kategorie für ein Plus
um 85 Prozent sorgten. Hier zu gehören Flugzeuge, Schiffe, Züge und
Militärfahrzeuge. Auch der Auftragseingang im Maschinenbau und im
Bereich Herstellung von elektrischer Ausrüstung entwickelte sich gut,
während die Autoindustrie weniger Aufträge meldete.
»Mal rauf, mal runter, der Auftrags-Zick-Zack
geht weiter«, sagte der Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland,
Alexander Krüger, zu den Entwicklungen. »Alles in allem ist die Auftragslage
besser als vor einem Jahr.« Schwierige Standortbedingungen und
Planungsunsicherheiten dämpften aber den Ausblick, sagte er weiter.
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