
Willy Brandt gefiele diese Spülbürste. Denn es wächst zusammen, was zusammengehört: Bürste und Spülmittelbehälter. Wo sonst zwei Arbeitsschritte notwendig sind, bleibt mit Produkten wie der Sinktech von Joseph Joseph alles in einer Hand. Die Handflächenspülbürste, wie sie das Unternehmen nennt, hat nämlich einen Griff. Dieser ist hohl und lässt sich füllen. Mit Spülmittel. Ähnliche Produkte gibt es etwa von Brunner.
Der eigentliche Clou dieser Produkte ist jedoch eine einfache Mechanik, mit der sich die Flüssigkeit aus dem Behälter pressen lässt, indem der Geschirrspülbeauftragte auf eine weiche Fläche drückt. Es entsteht ein Überdruck, das Spülmittel entweicht auf der anderen Seite aus einer Öffnung. Dort verteilt es sich im Bürstenkopf. Man kann die hartnäckig verschmutzte Oberfläche von Tellern, Pfannen, Töpfen und anderem Geschirr reinigen, indem man diese in der einen Hand hält und mit der anderen kreisende Bewegungen macht und je nach Verschmutzungsgrad Spülmittel nachdrückt.
Viel Kopfarbeit
Machen wir uns nichts vor: Es gibt kaum eine Flaschenart oder Aufhängungsvariante, mit der sich Spülmittel gezielt entnehmen lässt, sodass es dort landet, wo es soll. Zwischen Bürste oder Schwamm weglegen und Flasche greifen und wieder Bürste greifen liegen wenige Worte, aber viele Wassertropfen oder Schaumhäubchen. Damit ist jetzt Schluss. Die 18 Euro geben wir gerne für die Sinktech aus. Die Bürsten sind ziemlich stabil, aber nicht zu hart. Der Kopf lässt sich abdrehen und in der Geschirrspülmaschine reinigen. Die Halterung, in der die Sinktech kopfüber hängt, hat zudem eine praktische Abtropfschale. Selten war es so trocken und sauber rund ums Waschbecken.
Ob wir uns die Sinktech mit sechs Aufsätzen für 42 Euro leisten, wissen wir noch nicht. Der Mauszeiger kreist schon um den In-den-Warenkorb-Button. Dann stünden zur Verfügung: jeweils zwei Schwamm-, Scheuer- und Spülbürstenköpfe. Bleibt nur die Frage: Wohin mit den zwei Köpfen, die nicht im Einsatz sind?
