»This
book has changed my life«, dieses
Buch hat mein Leben verändert, versprechen einem all die TikTok-Videos. Ein Must-read,
ein feminist classic, die neue Margaret Atwood!
Ich,
die ich Männer nicht kannte von
der belgischen Schriftstellerin Jacqueline Harpman wurde 1995 auf Französisch veröffentlicht
und schnell wieder vergessen, die englische Übersetzung kauften vielleicht zwei
oder drei Menschen im Jahr, berichtete der Guardian. Bis BookTok es
entdeckte. Nachdem es in den USA erneut veröffentlicht wurde, verkauften sich im
Jahr 2024 allein dort 100.000 Exemplare. 2025 war es in 23 Sprachen übersetzt
worden, in diesem Frühjahr erschien eine deutsche Neuübersetzung bei
Klett-Cotta, auch der Verlag bewirbt das Buch als »so feministisch wie Der
Report der Magd«. Warum der späte
Hype – und was macht überhaupt einen feministischen Klassiker aus?
