Bei Drohnen- und Raketenangriffen der Huthi-Miliz auf jemenitische Regierungskräfte sind nach Angaben der Armee mindestens 58 Menschen getötet worden. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP und berief sich auf Armeekreise.
Den staatlichen Angaben zufolge griffen die Huthi
Militärlager der jemenitischen Regierung in den Provinzen
Marib und Hadramaut im Zentrum und Osten des Landes an. Die Angriffe bedeuten eine Eskalation seit der faktischen Waffenruhe im
April 2022. Das jemenitische Militär bestätigte Angriffe auf seine
Stellungen und sprach von Toten und Verletzten in den eigenen Reihen.
Ein Sprecher der Huthi sagte, die
Angriffe hätten von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gegolten. Dabei
seien ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt worden. Die Streitkräfte würden auf diese »Aggression zur angemessenen Zeit und
am angemessenen Ort« reagieren, teilte das Verteidigungsministerium
der international anerkannten Regierung des Jemen daraufhin mit.
Neue Eskalation im Konflikt zwischen Huthis und Saudi-Arabien
Die Angriffe waren nach Angaben des
Militärs die folgenschwersten seit der
2022 von der UNO vermittelten Waffenruhe. Diese war im vergangenen Monat faktisch
zusammengebrochen. Auslöser der neuen Eskalation war der Versuch eines iranischen Flugzeugs Mitte Juli, in Sanaa zu landen. Jemenitische Regierungskräfte attackierten daraufhin die Landebahn des
Flughafens, es folgten wiederholte gegenseitige Angriffe der Huthis und Saudi-Arabiens. Die Huthis kündigten zudem eine Blockade saudi-arabischer Häfen an und meldeten Angriffe auf Öltanker.
Die schiitische radikalislamische Huthi-Miliz kämpft seit 2014 gegen die
Regierung im Jemen und kontrolliert die Hauptstadt Sanaa sowie weite Teile des
bevölkerungsreichen Nordens. Sie wird militärisch vom Iran unterstützt und gilt als Verbündete des Regimes in Teheran.
