
Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie stark hohe Temperaturen inzwischen den Alltag prägen. Die Entwicklung ist Teil eines übergeordneten Trends: Europa gilt als der Kontinent, der sich weltweit durch den Klimawandel am schnellsten erwärmt – mit spürbaren Folgen auch für Deutschland. Ein neuer Hitzeatlas des Energiedienstleisters Techem macht diese Entwicklung auf Stadt- und Bundesland-Ebene sichtbar und zeigt, welche Regionen aktuell besonders stark von Hitze betroffen sind. Grundlage der Auswertung sind Kühlgradtage (Cooling Degree Days). Sie geben an, wie häufig und intensiv hohe Temperaturen zu Kühlbedarf führen und sind damit ein verlässlicher Indikator für die Hitzebelastung.
Die Analyse zeigt eine klare geografische Konzentration: Viele der heißesten Städte lagen im vorigen Jahr im Südwesten Deutschlands – vor allem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sind betroffen – wahrscheinlich auch für die Zukunft.
1. Speyer (Rheinland-Pfalz)
2. Heidelberg (Baden-Württemberg)
3. Germersheim (Rheinland-Pfalz)
4. Rhein-Pfalz-Kreis (Rheinland-Pfalz)
5. Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz)
6. Mannheim (Baden-Württemberg)
7. Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz)
8. Frankfurt am Main (Hessen)
10. Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz)
Das Saarland lag 2025 mit rund 44 Kühlgradtagen an der Spitze, gefolgt von Rheinland-Pfalz (38) und Baden-Württemberg (29). Hessen belegte mit rund 26 Kühlgradtagen ebenfalls einen Platz im oberen Bereich. Der bundesweite Durchschnitt lag bei rund 19 Kühlgradtagen. Bundesländer wie Bayern oder Sachsen-Anhalt bewegen sich in etwa auf diesem Niveau, während nördliche Regionen wie Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein deutlich darunter lagen.
Viele Städte, die 2025 besonders heiß waren, gehören gleichzeitig zu den Regionen mit der stärksten Hitzezunahme in den vergangenen 45 Jahren.
