Vielleicht war Montecito doch eine Nummer zu groß für das Herzogspaar von Sussex. Als sich die britisch-kalifornischen Royals nach dem Abschied aus dem Königshaus vor sechs Jahren in die Nobelenklave bei Los Angeles zurückzogen, fragten sich viele, was Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan dort eigentlich suchten. Montecito rühmt sich, altes Geld wie das der Erntemaschinendynastie McCormick mit dem neuer Prominenter wie Oprah Winfrey, Rob Lowe und Katy Perry zu vereinen. Die Sussexes waren aber weder das eine noch das andere.
Nach der Ankündigung in dieser Woche, schon in den kommenden Tagen den Rückzug nach Großbritannien anzutreten, zeigen sich die Nachbarn alles andere als traurig. „Montecito ist ein privater, friedlicher Ort. Viele sind glücklich, dass sich die Dinge hier wieder beruhigen“, sagte ein Bewohner des Viertels Riven Rock. Seit der Sohn des britischen Königs Charles III. und die frühere Seriendarstellerin im Juli 2020 eine 15 Millionen Dollar teure Villa an der Rockbridge Road bezogen hatten, wurde es immer wieder laut.
Paparazzi streiften in der Hoffnung durch den Küstenort, das Herzogspaar mit Sohn Archie und Tochter Lilibet vor die Kamera zu bekommen. Touristen auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco blockierten mit ihren Mietwagen die Coast Village Road, um Meghan und Harry beim Einkaufen oder einem Cafébesuch zu überraschen. „Die Sussexes haben Montecito viel abverlangt, aber nichts zurückgegeben“, wetterte ein Nachbar in der „New York Post“.
Die laufenden Kosten für das Haus betragen 600.000 Dollar
Dass das Herzogspaar das Anwesen an der Rockbridge Road nach dem Umzug behält, glauben die wenigsten. Allein für Hypothek und Steuern werden für die Villa mit 16 Bädern, neun Schlafzimmern, Pool und Hühnerstall jedes Jahr etwa 600.000 Dollar fällig. Die Summe soll den 41 Jahre alten Harry und seine vier Jahre ältere Ehefrau schon in besseren Tagen mit Millionenverträgen bei Netflix und Spotify sowie Buchhonoraren an die finanziellen Grenzen gebracht haben. Wie viel Geld „As Ever“, die Lifestylemarke der Herzogin, mit Marmelade, Honig und Kerzen einbringt, bleibt ein Geheimnis.

In den vergangenen zwei Jahren waren in Kalifornien aber wiederholt Gerüchte laut geworden, die „non-working“ Royals wollten sich verkleinern und das Anwesen in Montecito gegen günstigere Wohnlagen in Nachbarorten wie Hope Ranch oder Malibu tauschen. Archewell, die Stiftung der Sussexes, wurde Ende des vergangenen Jahre heruntergefahren und firmiert mit einer Handvoll Angestellten inzwischen als Archewell Philanthropies.
Auch das Produktionsunternehmen des Paares, Archewell Productions, erwies sich nach kurzlebigen Podcasts und Streamingserien weit weniger lukrativ als erwartet. Wie jetzt durchsickerte, planen Harry und Meghan jedoch, die Projekte wie Dokumentationen über die Pfadfinderorganisation Girl Scouts und Polo fortzuführen – auch nach dem Abschied aus Kalifornien.
Meghan soll eine Rolle in Großbritannien angeboten worden sein
Und womöglich gibt es auch geschäftliche Gründe für den Umzug: Angeblich soll Meghan in Großbritannien wieder vor der Kamera stehen. Wie die australische Plattform news.com.au am Freitag meldete, wurde der Herzogin eine Rolle angeboten. Eine Quelle aus dem Umfeld des Paares widersprach dem Bericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ausdrücklich nicht. Ob Film oder Fernsehen, behielt ein Sprecher der Kalifornierin aber für sich.
Meghan war mit ihrem Part als Rachel Zane in der Anwaltsserie „Suits“ bekannt geworden. Nach der Verlobung mit Prinz Harry im Herbst 2017 gab sie diese aber auf.
