Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MS Hondius suchen Behörden weltweit nach Kontaktpersonen. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Drei Menschen starben bislang, darunter ein Deutscher und ein niederländisches Ehepaar. Bei acht weiteren Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.
Die Suche erschwert, dass laut niederländischer Regierung etwa 40 Passagiere das Schiff bei einem Zwischenstopp auf der Insel St. Helena – einem britischen Überseegebiet im Südatlantik – verlassen haben, noch bevor der Ausbruch des Virus bekannt geworden war. Zwei Wochen zuvor war der erste Patient, ein niederländischer Mann, an Bord verstorben.
Der Aufenthaltsort vieler der 40 von Bord gegangenen Passagiere ist unklar. Zu ihnen zählte auch die Frau des auf dem Schiff verstorbenen Niederländers. Sie erkrankte später selbst und starb, nachdem sie in Johannesburg wegen ihres schlechten Gesundheitszustands aus einem Flugzeug der Fluggesellschaft KLM geholt worden war.
Dem Sender RTL zufolge wurde eine Flugbegleiterin, die Kontakt zu der Frau hatte, mit möglichen Symptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert. Das niederländische Gesundheitsministerium bestätigte, dass eine Frau im Krankenhaus auf das Virus getestet werde. KLM lehnte eine Stellungnahme aus Datenschutzgründen ab.
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