Die deutschen Passagiere der MS Hondius sollen nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Quarantäne kommen. Die vier deutschen Passagiere sind mit einem Evakuierungsflug in den Niederlanden angekommen. Das Flugzeug landete am Abend in Eindhoven.
Neben Niederländern und Deutschen
befanden sich auch Belgier und Griechen an Bord. Das spanische Gesundheitsministerium teilte vor dem Abflug mit, dass alle symptomfrei seien. Nach ihrer Ankunft wurden sie von Spezialisten in Empfang genommen, darunter Mitarbeiter des Roten Kreuzes sowie der Stadt
Eindhoven. Die Passagiere werden medizinisch untersucht, teilten die niederländischen Gesundheitsbehörden mit.
Feuerwehren organisieren »Sonderisoliertransport«
Vier deutsche Passagiere werden demnach zunächst nach Frankfurt am Main gebracht. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen die vier Passagiere am Militärflughafen in Eindhoven abholen. Anschließend geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Hessen.
Zu Beginn der kommenden Woche sollen die Passagiere dann in die Bundesländer gebracht werden, in denen ihr
Hauptwohnsitz ist. Dort müssen sie vorerst in
Quarantäne bleiben, die nach den Anordnungen der jeweiligen
Gesundheitsämter erfolgt.
Sollte eine der Personen während der Fahrt Symptome zeigen, würde der betroffene Patient oder die betroffene Patientin in die Uniklinik Düsseldorf gebracht. Dort ist auf der Infektionsstation bereits eine 65-jährige Patientin isoliert untergebracht. Die Frau war ebenfalls Passagierin auf der Hondius und hatte dort nach Angaben der Behörden engen Kontakt mit einer Patientin, die noch an Bord mit einer Hantavirus-Infektion starb.
Einer der fünf französischen Passagiere zeigte dagegen während eines
Rückführungsflugs Symptome, wie der französische Premierminister
Sébastien Lecornu auf X schrieb. Zu den anderen Passagieren sind bisher noch keine Symptome bekannt.
