Hammerwerfer Merlin Hummel hat den lukrativen Sieg bei einer Leichtathletik-Premiere gefeiert. Der 24-Jährige gewann bei der erstmals ausgetragenen Ultimate Championship in Budapest. Für den Erfolg mit einer Weite von 81,46 Metern kassierte Hummel 150.000 US-Dollar (rund 129.000 Euro) Preisgeld.
„Jetzt mal Gold zu holen, ist natürlich erfrischend und ich kann mich dran gewöhnen, definitiv“, sagte der EM- und WM-Zweite, der diesmal nicht zu schlagen war. Hummel siegte souverän vor dem ungarischen Europameister Bence Halasz, der den Hammer auf 80,30 Meter schleuderte.
Siege für Mahutschich, Duplantis und Ingebrigtsen
Insgesamt schüttet der Weltverband zehn Millionen US-Dollar (rund 8,6 Millionen Euro) aus – nach Angaben des Verbands das höchste Preisgeld, das jemals bei einer einzelnen Leichtathletik-Veranstaltung angeboten wurde.

Vor 20.557 Zuschauern kürten sich auch einige Stars der Szene bei den Duellen zwischen Weltmeistern und Olympiasiegern und anderen Topathleten zu einem sogenannten „Ultimate Champion“: Die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich gewann den Hochsprung und der Norweger Jakob Ingebrigtsen siegte über 5.000 Meter. Armand Duplantis (6,20 Meter) ließ einmal mehr den Griechen Emmanouil Karalis (6,15) hinter sich. Die Weltrekordhöhe von 6,32 Metern meisterte der Schwede aber nicht.
Deutsche Mixed-Staffel auf Platz sechs
Der erste Sieg des neuen Wettbewerbs ging an die 4×100-Meter-Staffel aus den USA in 39,64 Sekunden. Zweiter wurde Jamaika (39,72), Dritter die Staffel aus Großbritannien (40,26). Kevin Kranz (Wetzlar), Jolina Ernst (Wattenscheid), Robin Ganter (Mannheim) und Sina Kammerschmitt (Mannheim) mussten sich in 40,85 Sekunden mit Rang sechs zufriedengeben.
Bis zum Sonntag geht es im Nationalen Leichtathletikzentrum von Budapest in insgesamt 26 Einzel- und zwei Mixed-Staffel-Wettbewerben jeweils um den Titel des „Ultimate Champion“. Mit dem erstmals ausgetragenen Wettbewerb will der Weltverband die Leichtathletik neu in Szene setzen.
Lange Vorkämpfe gibt es nicht, es geht in direkten Duellen zwischen Olympiasiegern, Weltmeistern und Topathleten um den Erfolg. Dazu werden neue Showelemente ausprobiert. „Ich glaube, es ist mal gut, einen Anstoß zu haben und mal sich neu zu erfinden“, sagte Hummel.
Auch innerhalb der Disziplinen gab es Varianten, etwa nur vier statt sechs Durchgänge im Hammerwurf. Hummel kam mit dem neuen Format, bei dem das Feld schrittweise reduziert wurde, gut zurecht. Weltmeister und Olympiasieger Ethan Katzberg aus Kanada schied dagegen nach zwei Fehlversuchen schon nach zwei Durchgängen aus. „Ich hatte eh bei sechs Versuchen immer mal zwei, die scheiße sind, deswegen muss man die dann halt hier weglassen“, scherzte Hummel. Was er mit dem stolzen Preisgeld macht? „Erst mal Steuern zahlen und dann clever anlegen.“
