Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Großbritannien hat die regierende Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer schwere Verluste eingefahren. Die populistische Anti-Einwanderungspartei Reform UK von Nigel Farage profitierte am stärksten bei den Abstimmungen und gewann in England mehr als 200 Sitze in den Kommunalvertretungen hinzu.
Den ersten Ergebnissen zufolge verlor Labour in traditionellen Hochburgen in Mittel- und Nordengland sowie in Teilen Londons deutlich an Zustimmung. Dies erhöht den Druck auf Starmer zwei Jahre nach seinem Wahlsieg.
Nigel Farage erklärte, das bisherige Abschneiden übertreffe seine Erwartungen bei Weitem und stelle einen historischen Wandel in der britischen Politik dar. Analysten zufolge zeigen die Wahlen, dass sich das traditionelle Zweiparteiensystem zunehmend in eine Mehrparteiendemokratie aufspaltet.
Die Wahlen von über 136 Kommunalvertretungen in England sowie der Regionalparlamente in Schottland und Wales gelten als wichtigster Stimmungstest vor der nächsten regulären Parlamentswahl 2029.
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