Der Zauber- und Entfesselungskünstler Harry Houdini soll sich früher kopfüber baumelnd und an den Füßen verknotet aus einem Wassertank befreit haben. Greg Mendez könnte darüber wohl nur lachen. Auch der Songwriter aus Philadelphia ist ein escape artist, seine Lieder handeln vom Wegrennen und Davonkommen, von den guten Vorsätzen, die er anschließend fasst, und den Rückschlägen, die alles wieder zunichtemachen. Ganz klassischer Stoff eigentlich, genauso alt wie traurige Männer auf Akustikgitarren und schlechten Drogen. So unverstellt und ultranah aber, so beiläufig und doch erschütternd wie bei Mendez hat man diesen Stoff schon lange nicht mehr gehört.
