Die US-Regierung hat die neue Milliardenstrafe
der EU gegen Google als Quelle für Handelsunsicherheit kritisiert. Der
US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte laut einer Mitteilung, die EU behaupte zwar oft, sie strebe nach Stabilität und ⁠Vorhersehbarkeit
in den Handelsbeziehungen. Die Maßnahmen würden aber massive Unsicherheiten für
US-Exporte von Waren ‌und ⁠Dienstleistungen nach Europa schaffen.

Die EU-Kommission hatte eine
Strafe von insgesamt 890 Millionen Euro gegen die Google-Mutter
Alphabet verhängt. Es ist die erste Geldstrafe gegen den Konzern auf Basis ‌des Gesetzes über digitale Märkte (Digital
Markets Act, DMA). Die Behörden begründen die Strafe damit, dass ⁠Google eigene ‌Dienste in der
Internetsuche bevorzugt angezeige. ‌Zudem habe der Konzern es Drittanbietern von
Apps für das Smartphone-Betriebssystem Android erschwert, Nutzer auf
alternative App-Stores und eigene Bezahlseiten hinzuweisen. Google ⁠kritisierte die
Entscheidung und schloss eine ‌Klage nicht aus.