Die Zähne von Kindern in Mecklenburg-Vorpommern sind gesünder als noch vor zehn Jahren. Dennoch gehen weiterhin zu wenige Kinder regelmäßig zur zahnärztlichen Vorsorge, wie die Krankenkasse AOK Nordost mitteilte.
Im vergangenen Jahr hatte nach einer eigenen Auswertung der AOK Nordost nicht einmal jedes zweite AOK-versicherte Kind bis zum sechsten Geburtstag mindestens einmal einen Zahnarzt besucht. Der Anteil lag bei 44 Prozent. 2024 waren es 42 Prozent, 2015 rund 36 Prozent. Besonders bei den bis zu Zweijährigen nahm die zahnärztliche Vorsorge zu. Seit 2019 gibt es für Kinder ab dem sechsten Lebensmonat zusätzliche zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen.
Deutlicher Anstieg bei Vorsorgeuntersuchungen
Von den Kindern, die 2025 beim Zahnarzt waren, erhielten knapp 83 Prozent die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. 2015 waren es 46 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Kinder mit behandlungsbedürftigem Gebiss: 2025 waren es 15 Prozent, zehn Jahre zuvor noch 20 Prozent.
Auch bei den Füllungen gibt es den Angaben zufolge eine leichte Verbesserung. Kinder mit behandlungsbedürftigem Gebiss erhielten im vergangenen Jahr durchschnittlich 3,2 Füllungen. 2015 waren es noch 3,4.
Zahl der Kinderkronen deutlich gestiegen
Allerdings gebe es weiterhin eine kleine Gruppe mit besonders hohem Behandlungsbedarf. Rund 300 AOK-versicherte Kinder erhielten 2025 in Mecklenburg-Vorpommern eine Zahnkrone. 2015 waren es weniger als 50. Bei zwölf Prozent der Kinder mit behandlungsbedürftigem Gebiss war 2025 eine Behandlung unter Narkose nötig.
Bis zum sechsten Geburtstag hätten Kinder Anspruch auf bis zu sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Danach könnten sie zweimal im Jahr zur Kontrolle gehen. Dazu gehören der Krankenkasse zufolge unter anderem Beratung zur Zahnpflege und Maßnahmen zum Schutz vor Karies.
Vorsorge zum Schulanfang
Zum Schulanfang weist die AOK Nordost deshalb auf die Bedeutung der Zahnpflege und regelmäßiger Kontrollen hin. Seit diesem Jahr wird demnach auch bei den regulären Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt festgehalten, ob ein Kind eine Kariesvorsorge beim Zahnarzt erhalten hat. Die Neuerung soll nach Angaben der AOK dazu beitragen, Eltern stärker auf die Bedeutung der zahnärztlichen Vorsorge aufmerksam zu machen.
Für die Auswertung untersuchte die AOK Nordost die Abrechnungsdaten von 17.273 bei ihr versicherten Kindern im Alter von null bis sechs Jahren in Mecklenburg-Vorpommern.
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