Zum ersten Mal seit 65 Jahren wird das US-Militär eine
Hinrichtung vollstrecken. Der frühere Armeepsychiater Nidal Hasan soll durch
ein Erschießungskommando sterben. So hat es Präsident und Oberbefehlshaber Donald Trump angeordnet, auf Empfehlung seines Kriegsministers. Hasan hatte 2009 auf einem amerikanischen
Militärstützpunkt 13 Menschen erschossen und 42 verletzt, er selbst
ist seit seiner Festnahme querschnittsgelähmt.

Zu dieser Schocknachricht gesellt sich eine weitere: Die vor 30 Jahren wegen Mordes verurteilte Christa Pike ist nach ihrer gescheiterten
Hinrichtung aus dem Koma erwacht. Aus humanistischer Perspektive könnte das ein Grund
zur Erleichterung sein, würde es nicht die Frage aufwerfen, ob der Bundesstaat
Tennessee nun einen neuen Anlauf nehmen wird, Pike im Namen der Gerechtigkeit
eine tödliche Giftspritze zu setzen. Oder, wie es die republikanische Gouverneurskandidatin vorschlägt, zeitnah eine andere Methode zu versuchen. Es ist schließlich Wahlkampf.

Automatische Zusammenfassung

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Diese Fragen beantwortet der Artikel:

  • Warum lösen neue Hinrichtungen und Trumps Gewaltfantasien in den USA kaum noch breite Empörung aus?
  • Was sagt der Streit um Nidal Hasan und Christa Pike über den amerikanischen Umgang mit der Todesstrafe aus?