Neulich habe ich ein sehr teures Hotelzimmer gebucht. Ich kam mir äußerst fortschrittlich dabei vor. Ich buche nie Hotels, höchstens mal beruflich. Angesichts der Unlearn-Booking-Debatte, die in unserem Freundeskreis vor Urlauben manchmal geführt wird (Sollte auch der Mann sich in die Beschreibungen von Ferienhäusern einarbeiten?), war ich fast ein bisschen stolz. Andererseits: Es war ein Geburtstagsgeschenk für meine Frau. Sie hätte das Zimmer schlecht selbst buchen können.
Natürlich habe ich alles falsch gemacht. Das Hotel lag am Meer, aber das Zimmer hatte »Parkblick«. Es fehlte auch ein Balkon. Das alles fiel mir erst nach Erhalt der Buchungsbestätigung auf. Die nachgeschobene Mail, dass es toll wäre, wenn wir nach vorn raus untergebracht würden, haben die Bediensteten sicher lächelnd gelöscht.
