Die USA haben der
Fußballnationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo zugesichert, auch vor dem Hintergrund der Ebola-Epidemie zur bevorstehenden Weltmeisterschaft einreisen zu können. »Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft
der Demokratischen Republik Kongo an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann«, sagte ein
hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums.
Wegen des Ebola-Ausbruchs hatten die USA ein Einreiseverbot gegen Nicht-US-Bürger verhängt, die sich in den
vergangenen drei Wochen in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten haben. Der Ministeriumsmitarbeiter sagte nun, die Mannschaft aus dem Kongo habe bereits in Europa trainiert und falle daher
möglicherweise ohnehin nicht unter das Einreiseverbot.
Ausnahme gilt nicht für Fans
Sollte sich Spieler der Mannschaft in den
vergangenen 21 Tagen in ihrer Heimat aufgehalten haben, würden sie einer
strengen Gesundheitsprüfung unterzogen, die auch für US-Bürgerinnen und -Bürger vorgeschrieben ist, die aus dem Land zurückkehren. Es solle für sie
»dasselbe Protokoll für Tests in Isolation« gelten. Die
Ausnahmegenehmigung zur Einreise gelte aber nicht für Fans der
kongolesischen Nationalmannschaft, sagte der US-Beamte.
Die Demokratische Republik Kongo nimmt erst zum zweiten Mal seit 1974 an einer WM-Endrunde teil, damals hieß das afrikanische Land noch Zaire. Die Mannschaft
schlägt ihr Quartier in Houston auf und spielt dort am 17. Juni gegen Portugal.
Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als
130 Tote im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt. Der Chef der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte
sich am Dienstag »zutiefst besorgt« über das »Ausmaß und die
Geschwindigkeit« der Ebola-Ausbreitung.
