Nach übereinstimmen Medienbericht hat US-Präsident Donald Trump offenbar Fifa-Chef Gianni Infantino persönlich angerufen, um eine Aufhebung der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun zu erwirken. Das berichten die US-Zeitung The Athletic und die Nachrichtenagentur AP. Weder die Fifa noch das Weiße Haus haben die Vorwürfe bislang kommentiert.
Zuvor hatte die Fifa die nach einer Roten Karten verhängte Sperre von einem Spiel gegen Balogun auf Bewährung ausgesetzt. Damit wird der Offensivspieler unerwartet den USA beim Achtelfinale der Fußballweltmeisterschaft gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr MESZ) zur Verfügung stehen.
Daraufhin hatte sich Trump, der sich bei der WM bislang auffällig zurückhielt, persönlich bei der Fifa für die Entscheidung bedankt. Der Weltverband habe »das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht«, schrieb er auf seiner Onlineplattform. Bereits vor Trumps Äußerungen hatte sich der Platzverweis von Balogun zu einem Politikum entwickelt. So hatte sich unter anderem auch US-Außenminister Marco Rubio über die Rote Karte geäußert: »Sie sind beschissen behandelt worden«, sagte er im Presseraum des Weißen Hauses in Washington D. C.
Balogun hatte gegen Bosnien und Herzegowina die Rote Karte (64. Minute) gesehen, nachdem er Tarik Muharemović unbeabsichtigt und unglücklich auf das Sprunggelenk getreten hatte. Gemäß Artikel 27 des Fifa-Disziplinarkatalogs kann eine Strafe allerdings zu einer einjährigen Bewährung ausgesetzt werden.
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