
Wie schlagen sich Cristiano Ronaldo und Mitfavorit Portugal nach dem verpatzten Auftakt nun im zweiten Vorrundenspiel? Die Fußball-Welt schaut auf den 41 Jahre alten Superstar – und der Gegner ist ein absoluter Außenseiter. Trainer Thomas Tuchel und Torjäger Harry Kane können überaus selbstbewusst in Englands zweite WM-Herausforderung gehen.
Die Spiele des WM-Tages
Portugal: Der WM-Mitfavorit steht nach dem enttäuschenden 1:1 gegen die DR Kongo schwer unter Druck. Sportlich haben die Portugiesen den Gruppensieg immer noch in der eigenen Hand. Aber die Zweifel an Superstar Cristiano Ronaldo, die Spekulationen um die Zukunft von Trainer Roberto Martinez, die schwache Leistung im ersten Spiel: All das sorgt für viel Unruhe. Abwehrspieler Rúben Dias von Manchester City ist wieder fit und soll diesmal spielen.
England: Die Three Lions sind fulminant mit einem 4:2 gegen Mitfavorit Kroatien in die WM gestartet. Bayern-Star Kane traf doppelt und wird auch gegen Ghana im 4–2-3–1-System ganz vorne spielen. Offen ist, wem Trainer Tuchel in der Dreierreihe dahinter vertraut. Spielmacher Bellingham hat für sich geworben und dürfte erneut beginnen. Auf den Flügeln drängen Arsenals Saka und Barcelonas Rashford in die erste Elf.
Ghana: Der glückliche Last-Minute-Sieg zum Auftakt gegen Panama hat das Selbstbewusstsein der Black Stars gestärkt. Das Team von Trainer Carlos Queiroz sieht sich auch gegen die favorisierten Engländer nicht chancenlos. Thomas Partey, der zum ersten Spiel nicht nach Kanada einreisen durfte, steht wohl in der Startelf. Über einen Einsatz von Torwart Ati-Zigi, der sich gegen Panama verletzt hatte, soll kurzfristig entschieden werden.
Panama: Die Mittelamerikaner warten immer noch auf den ersten Punkt bei einer WM-Endrunde. Zum Auftakt gegen Ghana wurde ihnen ein Remis in letzter Minute entrissen. Im Duell mit dem Weltmeisterschaftszweiten von 2018 und WM-Dritten von 2022 ist das Team von Thomas Christiansen zwar Außenseiter. Angst hat man aber nicht. „Wir haben uns nie vor einem Gegner klein gemacht, und das werden wir auch gegen Kroatien nicht tun“, sagte der Trainer.
Kroatien: Das große Idol Luka Modrić legte zum Auftakt beim 2:4 gegen England einen erschreckend schwachen Auftritt hin. Die weltweite Bewunderung droht schon in Mitleid umzuschlagen. Gegen Panama ist ein Sieg fest einkalkuliert, um dem Ziel K.-o.-Runde näherzukommen. Modrić soll in seinem 200. Länderspiel wieder der Anführer sein.
Kolumbien: Die Kolumbianer sind sehr selbstbewusst. Nach dem Auftaktsieg gegen Usbekistan können die Südamerikaner das Weiterkommen schon im zweiten Gruppenspiel perfekt machen. Was dem Team besonders Mut macht: Alle Stars wie Luis Diaz (Bayern München) oder Jefferson Lerma (Crystal Palace) sind trotz einer langen Saison fit und offenbar in guter Form. Das ist nicht bei allen WM-Teams der Fall.
DR Kongo: Nach dem starken Remis zum Auftakt gegen Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo geht der vermeintliche Außenseiter mit Selbstvertrauen ins zweite Gruppenspiel. Deshalb wird nicht erwartet, dass Nationaltrainer Sébastien Desabre an seiner Aufstellung viel ändert.
