Einen Tag nach dem Rauswurf bei RB Leipzig hat sich Trainer Ole Werner mit Worten des Dankes und ohne Groll öffentlich gemeldet. An seine ehemaligen Spieler gerichtet schrieb der 38-Jährige auf der Plattform LinkedIn: «Eure Professionalität und Leidenschaft haben uns auch durch schwierige Phasen getragen. Ihr seid im wahrsten Sinne ein Team! Ich habe jeden Moment mit euch genossen, es war mir eine Ehre!» Werner musste beim sächsischen Fußball-Bundesligisten nach nur einer Saison schon wieder gehen – und das, obwohl er als Tabellendritter die Champions League erreicht hatte.
Der Coach schrieb von einem Jahr, «auf das ich sehr positiv zurückblicke». Sein Auftrag sei gewesen, RB in den Europapokal zurückzuführen, das Auftreten der Mannschaft zu verändern und eine nachhaltige Hierarchie in der Kabine zu formen. «Viele Veränderungen wurden vorgenommen. Ein Jahr später können wir festhalten, dass wir es gemeinsam geschafft haben, diesen Auftrag zu erfüllen», resümierte der gebürtige Schleswig-Holsteiner. «Vieles von dem Erreichten fühlt sich heute selbstverständlich an. Vor einem Jahr gab es viele, die uns das nicht zugetraut hätten. Der Verein ist wieder auf Kurs!»
Werner optimistisch: Trennung «eine neue Chance»
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer, der Werner von dessen Aufgaben entbinden musste, dankte der Trainer «für die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit». Medienberichten zufolge soll der frühere Bayern-Profi und argentinische Nationalspieler Martin Demichelis neuer Coach werden.
«Nun wird für uns alle etwas Neues kommen», schrieb Werner am Ende seines Posts. «Für manche ist es sicherlich eine neue Chance. Denjenigen, bei denen diese Entscheidung Unsicherheit auslöst, möchte ich sagen, dass Veränderung in meinen Augen vor allem die Möglichkeit ist, etwas Neues zu lernen und als Persönlichkeit weiter zu wachsen. Nutzt diese Möglichkeit!»
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