Nun ist es also die naheliegende und aus Sicht von
Bundeskanzler Friedrich Merz vermutlich sichere Lösung geworden: Thorsten Frei,
52, katholisch, dreifacher Vater aus Baden-Württemberg, soll neuer
Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU werden und damit auf Jens Spahn folgen.
Angeblich war dies das Amt, das Frei beim Start der schwarz-roten Regierung ohnehin am liebsten bekommen hätte. Am zweitliebsten,
so hieß es, wäre er Innenminister geworden. Er musste dann erstmal zum Kanzler,
ins Kanzleramt, wo die beiden auf einer Etage sitzen. Merz neigt dazu, sich mit
Menschen zu umgeben, denen er vertraut und die er einschätzen kann. Beides gilt
für Frei. Zudem kommt er aus der Fraktion, von 2021 bis 2025 war Frei Erster
Parlamentarischer Geschäftsführer (PGF), das ist die zweitwichtigste Funktion
nach dem Fraktionsvorsitzenden selbst.
