Wer in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, braucht eine große Menge Geld. Oder hat ein großes Problem, denn er oder sie braucht stattdessen: einen Kredit. Und der ist durch die immer noch hohen Preise für Immobilien und die vergleichsweise hohen Zinsen für Immobilienkredite ziemlich teuer. Zuletzt schien das angehende Eigentümer aber wenig zu stören. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland wieder deutlich mehr Immobilienkredite vergeben als im Vorjahr.
Allerdings gehen offenbar einige Käufer und Käuferinnen bei der Finanzierung ihres Eigenheims hohe finanzielle Risiken ein. Ein aktueller Bericht des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS), der beim Bundesfinanzministerium angesiedelt ist, zeigt: Im letzten Quartal von 2025 lag bei 14 Prozent der Neukredite das Darlehensvolumen über dem Marktwert der finanzierten Immobilie. Das heißt im Klartext: Bei jedem siebten Kredit haben Käufer mindestens den gesamten Wert der jeweiligen Immobilie auf Pump bezahlt. Und teilweise auch einen Teil der Kaufnebenkosten.
